EMPTY BOTTLES – BIERE IM TEST 1.

Als ich letzte Woche mal wieder zu Besuch bei Esther im Bierland in Hamburg war, durfte ich 3 besondere Flaschen mit nach Hause nehmen.

Zuerst öffnete ich das „India Pale Ale“ von der, noch sehr jungen, Brauerei Meantime aus London. Das bernsteinfarbig und feinperlige Hopfengetränk kommt mir schon beim Einschänken sehr sympathisch rüber. Wie für ein IPA üblich ist der Geschmack schön bitter und vereinigt sich mit sehr fruchtigen Nuancen, wie Orange, Ananas und einem Hauch Ingwer. Leider verliert das Bier sehr schnell an Kohlensäure, was man aber natürlich durch schnelles Trinken kompensieren kann. Bei 7,5 % Alc. und 0,7 Liter ist das allerdings nicht jedem zu raten. Vor allem wenn man noch 2 interessante Flaschen vor sich hat.

Wie zum Beispiel das belgische Champagner-Bier „Deus“ von der Brouwerij Bosteels. Die Würze wird in Buggenhout gebraut, wo auch die Hauptgärung und Lagerung erfolgt. Dann wird das Bier in Tanks nach Frankreich gebracht, wo es mit Zucker und Champagnerhefe versetzt und auf Flaschen gezogen wird, um danach in meiner Küche geöffnet zu werden. Nach dem Öffnen, fliesst dann, das auch farblich stark an Champanger erinnernde Bier in mein Glas. Blumig, fruchtig, leichte Säure und ein nicht zu verleugnendes Hefearoma steigen mir in die Nase und das enorm alkohlogehaltige Getränk (11.5 % Alc.) fliesst in die dafür vorgesehen Kehle. Geil! Teuer, aber auch nicht für jeden Tag. Champagner kommt ja auch nicht täglich auf den Tisch.

Zu guter Letzt kam mir das „Waldbier von Braumeister Axel Kiesbye von der Brauerei Trumer aus Österreich in die Hände. Ich war schon sehr gespannt auf dieses, auf 3.500 Flaschen limitierte Bier, da es mit einer ganz besonderen Zutat gebraut wurde. Und zwar mit Tannenwipferln aus dem Salzburger Land. Die Basis ist ein Scotish Strong Ale und kommt daher auch mit einer leicht rauchigen Note daher. Ich muss sagen ich fühlte mich wie Peter auf der Alm, der gerade auf seine Heidi wartet. Kann natürlich an den Bieren vorher gelegen haben, aber dieses ungefilterte, naturbelassene Waldbier hat mir so unglaublich gut geschmeckt das ich es gerne in meinem zuhause für längere Zeit bunkern möchte, um es vielleicht mal auf einer der nächsten Veranstaltungen zu öffnen.

Dieses Bier muss zu uns! Das war mir ganz klar, als ich auf der Verpackung folgenden Satz las:

„Waldbier ist da zuhause, wo auf wirklich gutes Essen, auf gekonnte Würzung und ein hohes Maß an Tischkultur Wert gelegt wird.“

Zu Gast in der Ricklinger Landbrauerei

Kerstin und Udo Lämmer sind die beiden Besitzer der Ricklinger Landbrauerei. Bei einem ausgiebigen Klönschnack mit Grünkohl und Pinkel fachsimpelten wir über diverse Biersorten und die Option eine Guerilla-Sorte zu entwickeln. Udo ist Bierbrauer aus Leidenschaft und benutzt noch, als einer der Wenigen, Naturhopfen. Sein Bier hat keine Zusatzstoffe und ist deshalb auch nur ca. 4-6 Wochen haltbar.

Die 7 verschiedenen Biersorten sind ein absolutes Geschmackserlebnis und lassen jeden Biertrinker in den siebten Himmel aufsteigen.

Zu beziehen bei: Torrefaktum in Hamburg, Altona