Nachgekocht – Salt&Silver „Tacos, Tequila, Tattoos“

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Die Werbeagentur und Kunden hinter sich gelassen, ab zum Tätowierer und mit dem Surfboard in Richtung Südamerika. Rezepte festhalten, Geschichten erleben und alles zusammen in einem selbstgestalteten Buch festhalten. Das war die Idee von Johannes Riffelmacher und Thomas Kosikowski alias Salt & Silver. Das mittlerweile zweite Buch bestätigt das dieses Selbstverwirklichungs-Abenteuer nicht ganz unerfolgreich war.

 

Manchmal braucht es eben nur eine gute Idee und zwei Typen, die durchgeknallt genug sind daran zu glauben. Wir sprechen da natürlich nicht aus eigener Erfahrung.

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Das neue Buch „Tacos, Tequila, Tattoos“ zeigt ihre Erlebnisse in Mexico. Die authentische  mexikanische Küche von und mit authentischen Menschen, die kochen, tätowieren und eben Tequila trinken. Die Bilder sind wirklich ansprechend und beim ersten Durchblättern will man eigentlich sofort den nächsten Flug buchen.

 

Die meiste Action geht natürlich Outdoor ab, weil man ja nicht im grauen Hamburg verweilt, sondern mit knackigen Latinas im See rumschwimmen darf, anschliessend Schweine schlachtet, damit man sich am Abend leckere Tacos belegen kann. Zwischendrin wird sich immer mal wieder tätowiert und Tequila getrunken.

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Natürlich erklären die beiden auch die Kulinarik des Landes. Die verschiedenen Salsa, die Zutaten und sehr wichtig für alle, die nachkochen wollen, wo man die Zutaten herbekommt. Allein in Hamburg ist das leider ne echte Aufgabe. Auf Grund dieser Tatsache haben wir auch den Tipp angenommen uns Deutschland’s beste Tacos online zu bestellen. Danke schonmal für diesen Tipp. Die sind echt gut!

 

Die Rezepte sind gut erklärt und lecker fotografiert. Manche Rezepte sind allerdings von den Mengenangaben nicht ganz ernst zu nehmen. Tacos belegt man ja auch nicht nach Rezept. Trotzdem ist alles ein guter Leitfaden, um sich der mexikanischen Streetfood/Outdoor Küche zu nähern. Überrascht hat uns das „Agua Jamaica“, ein Hibiskusblüten-Eistee, der wirklich gut ankam und jetzt fleissig auf Vorrat gekocht wird.

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Hin und wieder findet man Stellen, wo man nicht genau weiß, ob es die ungewöhnliche Art der mexikanischen Zubereitung ist, oder ein Rezeptfehler. Bei den nachgekochten Rindfleisch-Tacos zum Beispiel, kommt das zuvor marinierte Rindfleisch mit 200 g Schmalz in einen großen Topf und wird mit Wasser bedeckt. Ja? Nicht erst anbraten, Röstaromen produzieren und dann mit Wasser aufgießen? Egal… Das Fleisch wird eh für 4 Stunden geschmort und am Ende zerpflückt. Viele Wege führen nach Rom bzw. Mexiko.

 

Zusammengeführt eine gelungene Mischung aus Reisegeschichten und Rezepten, die einem die Kulinarik Mexikos näher bringen. Dass die Jungs sich zwischendrin Totenköpfe tätowieren lassen, interessiert uns allerdings eher garnicht. Trotzdem schönes Buch.

Nachgekocht – Alles lecker!

Hier das Original-Rezept für „Suadero Tacos“:

  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Zwiebel
  • 1 l Vollmilch
  • 4 Lorbeerblätter
  • 1 EL schw. Pfeffer
  • 12 Tortillas
  • 1-1,5kg Rinderkeule, oder Brust
  • 200 g Schmaz, oder Pflanzenöl
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz&Pfeffer

„Die hier empfohlene „Salsa Verde“ haben wir auf Grund der in Hamburg fehlenden Tomatillos nicht gemacht. Dafür aber die „Salsa Aguacate“ (S. 26), die „Salsa Mexicana“ (S.27) und die „Salsa Bombastica“ (S. 85). Alle verdammt lecker!“

Zubereitung:

Am besten marinierst du dein Fleisch über Nacht. Für die Marinade musst Du nur Knoblauch und Zwiebeln schälen, dann grob zerkleinern und anschliessend mit der Milch und em Pfeffer in einem Mixer kurz glatt pürieren.

 

Das Fleisch kreuzförmig 1 cm tief einschneiden und in eine Schüssel legen. Die Marinade darübergießen und in das Fleisch einmassieren. Dann die orbeerblätter dazuwerfen, die Schüssel abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

 

Am nächsten Tag, etwa 5 Stunden bevor du servieren willst: Das Fleisch aus der MArinade nehmen und gut abtropfen lassen. Mit dem Schmalz, oder dem Öl in einen großen Topf geben, so viel Wasser dazugießen, bis das Fleisch großzügig bedeckt ist. Zwiebel und Knoblauch scälen, mit hinein, ebenso eine Prise Salz. Dann bei geschlossenem Deckel und niedriger Temperaur 3-4 Stunden garen. Sobald das Fleisch richtig schön weich ist, aus dem Sud nehem und auf einem großen Tranchierbrett mit dem Küchenbeil, oder einem schweren Kochmesser in kleine Stücke hacken. Diese Stückchen jetzt mit etwas Öl kurz scharf anbrutzeln.

 

In der Zwischenzeit die weiße Zwiebel schälen und hacken,Korianderblätter abzupfen, die Limeete achteln. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen und die Tortillas 10 Sekunden pro Seite im restlichen Fett wenden.

 

Das Fleisch ordentlich salzen und pfeffern, auf die Tortilla geben, Zwiebelwürfel, Koriander, Salsa und Limettensaft drauf und rein in den Schlund!

Buen provecho.

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