Guerilla Rezepte – Seehecht mit Mönchsbart & Cedro

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Es gibt diese Zutaten, die man nicht alle Tage zum Kauf vorfindet. Wenn es der Zufall eines Tages so will, dass ihr diese Sonderheiten findet, heißt es „Zugreifen“. In unseren heutigen Speiseplan haben sich die riesige Zitrone „Cedro“ und der doch recht unbekannte „Mönchsbart“ eingeschlichen.

 

Die „Cedro“, die hierzulande noch eher als „Zitronat-Zitrone“ bekannt ist, findet man im frischen Zustand doch eher selten, da sie, wie der Name schon sagt, eher zu Zitronat verwandelt wird. Der wesentliche Unterschied zur normalen Zitrone, ist dass der geschmackliche Fokus nicht auf dem inneren Fruchtfleisch liegt, sondern auf dem weißen Rand der Zitrone.

Guerilla Rezepte - Seehecht mit Mönchsbart & Cedro, zitronat-Zitrone

Roh gegessen, oder in dünnen Streifen zur Pasta gegeben betört diese Zitrusfrucht mit ihrem angenehmen Aroma und zaubert jedem Gast ein verwundertes Lächeln.

 

Der Mönchsbart kommt aus Italien und heißt dort „Barba di frate“. Warum, weiß man auch dort nicht so genau, aber wichtig ist das ja eh nicht. Wichtig ist, dass man dieses in Deutschland eher unbekannte Salzwiesengewächs unbedingt kaufen sollte, wenn man es irgendwo sieht. Es erinnert ein wenig an Salicorne und wird einfach nur kurz blanchiert und mit zur Pasta gegeben. Die braunen Wurzeln muß man vorher natürlich großzügig entfernen. Die Saison endet leider gegen Anfang Juni. Also schnell noch die Augen aufgemacht und rein in den Topf damit.

Guerilla Rezepte - Seehecht mit Mönchsbart & Cedro

Und was passt natürlich perfekt zu diesen beiden „kulinarischen Misfits“? Na klar, Fisch! Knusprig auf der Haut gebraten und mit etwas dunkler Butter aromatisiert schmiegt er sich perfekt an die beiden Zutaten. Zum Schluß noch etwas Olivenöl auf die Pasta und mit etwas geriebener Cedro-Schale garnieren.

Da lacht die Sonne!