Not Only Filet – Confierter Gänsemagen

Confierer Gänsemagen Rezept Kitchen Guerilla

Gestern gab es die erste neue Rubrik fürs neue Jahr und heute gleich die zweite. Viel zu häufig landen bei Fleischliebhabern Rinder-Filets, Hühnerbrüste, oder Schweine-Schnitzel auf den Teller. Dass ein Tier allerdings aus mehr besteht, vergessen viele. In dieser Rubrik zeigen wir Euch, wie man diese Fleisch-Stücke zubereitet und nehmen Euch die Angst vor Ungewohnten. 

 

Den Anfang macht heute ein ziemlich ungewöhnlicher Teil der Gans. Die meisten von Euch kennen die Weihnachtsganz, die mit allen Innereien den Besitzer wechselt. Dieses „Gänseklein“ wird häufig für den Soßen-Ansatz verwendet, oder leider ohne jegliche Verwendung vom Neubesitzer entsorgt.

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Viel zu schade, wie wir meinen, denn richtig zubereitet, ist der Gänsemagen ein ausgezeichneter Leckerbissen für eine überraschende Vorspeise. Da der Magen ein ganz schön zähes Biest ist, haben wir uns für das „Confieren“ entschieden. Das Fleisch wird dabei in Fett gegart. Das kann Gänseschmalz, oder auch Olivenöl sein. Wichtig ist dabei, dass die Temperatur beim Garen nicht den Siedepunkt übersteigt, denn sonst heißt es „Frittieren“.

 

Zutaten für 4 Personen:

  • 4 Gänsemägen plus Gänseherzen (Die passen wunderbar dazu und wurden uns netterweise, als Zugabe von unserem Händler mitgegeben)
  • 200 g schwarze Linsen
  • 2 Knollen rote Beete
  • 3-4 EL Granatapfelsirup
  • 1 Granatapfel
  • 1 Lauchzwiebel
  • ausreichend Gänseschmalz, oder Olivenöl (ca. 300 ml)
  • Salz & Pfeffer
  • 1 großes Weckglas (ca. 500 ml)

Zubereitung:

Die Gänsemägen müssen zunächst von überschüssigem Fett gesäubert und gewaschen werden. Bei den Herzen geht man genauso vor. Das Fett kommt nun in das Weckglas und die Mägen und die Herzen gleich dazu. Ofen auf 80 Grad stellen, das Weck Glas reingeben und für ca. 4 Stunden im Ofen lassen. Durch das lange und niedrige Garen werden sie richtig zart und lecker.

 

Für die Beigabe haben wir jeweils schwarze Linsen und die rote Beete gekocht. Etwas abgekühlt werden die rote Beete kleingewürfelt und zu den Linsen gegeben. Dazu kommen, in feine Streifen geschnittene Lauchzwiebel, Salz, Pfeffer und der Granatapfelsirup.

 

Den Granatpfel halbieren und mit einer Gabel auf die Rückseite klopfen, damit die kleinen Kerne herausplumpsen. Die kommen, wenn der Magen und das Herz aufgeschnitten sind und auf den Linsen liegen, oben auf das Gericht.

Guten Appetit!