Empty Bottles – Zu Besuch bei Oliver Wesseloh

Kehrwieder Brauerei Hamburg mit Oliver Wesseloh

Das Prototyp Lager von Olli Wesseloh brachte Craft Beer nach Hamburg. Seitdem hat sich viel in der Bier-Szene verändert. Craft Beer ist kein Fremdwort mehr, auch Hopfensorten wie Simcoe, oder Amarillo sind vielen bekannt und Olli ist mit seiner Idee, eine Craft Beer Brauerei in Hamburg zu eröffnen, auch nicht mehr allein. Wie er es geschafft hat, die Kessel endlich zum Dampfen zu bringen, erfahrt ihr hier.

Der Weg zur eigenen Brauerei war nicht leicht und auch nicht sonderlich kurz. Mit längeren Wegen kennt sich der studierte Dipl.Ing. für Brauerei- und Getränketechnologie und anerkannter Biersommelier und Weltmeister der Biersommeliere 2014, jedoch ganz gut aus. Von der Karibikinsel Dominica auf die Kaiman Inseln und von dort aus ging’s durch ganz Nordamerika. Immer im Dienst der Sache. Gutes Bier zu brauen, gutes Bier zu trinken und natürlich auch irgendwann gutes Bier nach Hause zu bringen. Und zwar nicht an den Strand einer Karibik Insel, oder auf die Terasse eines kleinen Häuschens in Kaliforniern, sondern nach Hamburg/Harburg. Nach Hause eben! Olli kommt aus Hamburg und wenn ihm etwas klar war, dann dass die eigene Brauerei, wann auch immer, in Hamburg stehen wird.

Kehrwieder-Brauerei Harburg
fertig zum Befüllen

Nach ca. 10 Jahren inklusive Ausbildung und Jobs wie Staff Training Manager, Project Manager, Brewery Consultant, oder Brew Master in den verschiedensten Brauereien dieses Planeten ging’s jedoch erstmal auf einen ganz anderen langen Weg. Olli war irgendwie fertig vom ständigen Umziehen mit der ganzen Familie. Zwischendrin ist er zwei mal Vater geworden. Das war der Moment der Auszeit. Jakobsweg! 6 Wochen klarkommen, nicht reden, Kopf waschen und einfach weiterlatschen. Das hat ihm gut getan, denn gleich danach wurde die Kehrwieder Kreativbrauerei gegründet. Damals noch mit dem Kollegen „Fiete“ und mittlerweile allein. Die ersten Biere wurden Gypsy-Style in anderen Brauereien gebraut, um dann den Hamburger Biermarkt zu erfrischen. Die Welle, die damit in Schwung gebracht wurde, kennen bereits unsere Leser.

Kehrwieder-Brauerei- feuchter Traum Bier
Kooperationen wie mit dem Riedenburger Brauhaus wird es auch in Zukunft geben

Der Weg zur eigenen Brauerei war dann aber wieder ein etwas längerer, denn die perfekt Fläche zum Brauen schien es nicht zu geben. An freien Hallen scheint es in Hamburg zwar nicht zu mangeln, jedoch ausschliesslich für Mietkurse abseits der Realität. Doch wer sich mit langen Wegen auskennt, der bleibt am Ball. Auch wenn die Füße schon schmerzen und der Kopf schon länger nach einer Pause ruft. 2015 war dann das Glück perfekt. Eine Halle in Harburg wurde gefunden und nach monatelangem Kampf mit der Behörde sind nun die ersten Sude im Kessel und frisches, selbstgemachtes Bier kann die langersehnte Hamburger Kreativbrauerei verlassen.

 

Darauf trinken wir einen und freuen uns auf mehr wunderbare Biere aus Hamburg Harburg.!

Euer Malz Davis

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