Guerilla Trip – Weinlese in der Pfalz

Weinlese in der Pfalz mit Daniel Aßmuth

Schon mehrfach vorgenommen und durch diverse zeitliche Hindernisse immer wieder verschoben, haben wir es dieses Jahr endlich geschafft, ein paar bekannte Winzer-Freunde während der Weinlese zu besuchen. In der Pfalz, rund um Bad Dürkheim, haben wir auch schon über die Arbeit verschiedener Winzer berichtet. Wie es war und was die Winzer denken wie es war… Hier erfahrt ihr alles.

 

Genau genommen waren wir eigentlich nur mit einem Winzer verabredet, nämlich mit Daniel Aßmuth. Einer der ersten „jungen Winzer“, über den wir hier auf unserem Blog berichtet haben und einer der ersten, mit dem wir auch gleich eine Veranstaltung in Hamburg gemacht haben. Also mittlerweile ein guter Bekannter und so lag es nah, dass wir Herrn Aßmuth ansteuern.

Nach einer nervtötenden Autofahrt kurz vor Bad Dürkheim wird uns dann anhand der Ort-Schilder relativ schnell klar, dass hier nicht nur Daniel im Weinlese-Stress ist, sondern bekannte Namen wie Friedelsheim, Deidesheim, Wachenheim, deuten auf eine sehr große bekannte Winzerschaft auf sehr geringem Raum hin. Dass man nach so einer langen Fahrt dann nur einen Winzer besucht, scheint in dem Moment gerade zu Absurd und so klären wir auch schnell nach der Ankunft unseren neuen Plan mit. 1/2 Tag Weinlese mit Daniel und seinen Freunden und die andere Hälfte des Tages damit verbringen, so viele Winzer wie Möglich zu besuchen. Auch auf die Gefahr herauf, dass wir unangemeldet und während der Ernte vielleicht nicht so ganz herzlich empfangen werden können.
Egal, die Chance einen Winzer im Keller zu besuchen, dessen Weine man gerne und häufig trinkt, sollte man sich nicht so einfach entgehen lassen.

 

Weinlese in der Pfalz mit Daniel Aßmuth

Jetzt aber erstmal die Arbeit und dann das Vergnügen, hieß es aus Daniel’s Richtung und so ging es erstmal in den Wingert (Weinberg). Daniel mit der Tragebutte auf dem Rücken und wir bewaffnet mit Schere und Eimer ab an die Reben. Bei Sonnenschein und einem absolut fantastischen Ausblick vom Fuchsmantel war das eine ziemlich entspannende Arbeit. Gute Luft, Natur und eine ziemlich stupide Arbeit machen den Kopf frei und den Weinkeller voll. So soll es doch auch sein. Aber gut Reden, wenn man nach ein paar Stunden schon fertig ist und die anderen in den nächsten Weinberg marschieren.

Aber so ist das halt. Wenn man schonmal da ist, dann versucht man halt jeden einmal zu erwischen. Gelungen ist uns das bei Kathrin Otte vom Weingut Mehling in Deidesheim, die positiv überrascht über unser unangemeldetes Kommen sofort die Chance wahrnahm, mit uns Wein zu trinken und sich vor der Arbeit zu „drücken“. Wein Verkaufen und Verkosten ist aber ja auch nicht unwichtig.
Von dort aus ging es dann noch zum Jan Hock, von der Lebenshilfe Bad Dürkheim, der uns seine bereits gelesenen Trauben im den Gärtanks und Fässern zeigte. Blubbernde frische Traubensäfte, die bereit waren, zu Wein zu werden, wurden uns in Gläser gefüllt. Rieslinge zu Ende vergoren, andere am Anfang der Gärung, oder Spätburgunder auf der Maische. Alles dabei und alles super spannend zu verkosten. Wirklich, wer einmal die Chance hat, sollte einmal zur Lesezeit in ein Weinbau-Gebiet fahren.
Zum Schluß blieb dann nur noch Zeit um die beiden Fußer-Brüder zu besuchen, um zusammen mit ein paar Freunden auf deren erfolgreich eingefahrene Lese anzustoßen. Auf der Fahrt dorthin haben wir Jonas Seckinger leider nur im Vorbeifahren gesehen und alle anderen müssen bis nächstes Jahr warten, dass wir ihnen während dieser stressigen Zeit ein wenig auf den Sack gehen.

 

von OLAF DEHARDE

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