Lieblingsplätze Berlin – Bericht 2 – Der Wochenmarkt auf dem Leopoldplatz


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Lieblingsplätze Berlin - Bericht 2 - Der Wochenmarkt auf dem Leopoldsplatz

„Haste noch Innereien – ich brauch noch was für meine Rübe hier?“, fragt die rüstige Omi den Mann hinter der Theke. Was sie mit dem Sack Innereien macht, frage ich die alte Frau, die vor mir bestellt. „Kohlrüben mit Gänseklein wird dett“ erklärt sie mir, zählt mir danach die anderen Zutaten auf und weiht mich auch in die Zubereitung ihres Rezeptes ein. In der Schlange vor dem Metzgerwagen lerne ich fast jedes Mal neue, meist Ur-Berliner, Rezepte kennen. Die Auslage ist prall gefüllt mit trocken gereiften Rinderrücken vom Weiderind, Geflügel, Schwein und toller frischer Bratwurst vom Kalb oder Schwein.

Aber auch köstliches, hausgemachtes Sauerkraut oder einen Käsekuchen bekommt man bei der Klostermetzgerei. Den regionalen Senf, passend zur Bratwurst vom Freilandschwein habe ich hier auch schon mit in die Einkaufstüte stecken lassen. An der Scheibe kleben liebevoll laminierte Amateurfotos von wühlenden Schweinen und im Hof herum stolzierenden Hühnern, auf die der Metzger gerne verweist, wenn Kunden fragen ob die Hühnerbrüste auch von der Weide kommen.

 

Bei der Gemüsehändlerin nebenan gibt es neben Kisten voller Saisongemüse, köstlichen, frisch gepressten Apfelsaft. Ich liebe die verschiedene Kartoffel und Apfelsorten, die hier zu kriegen sind. Im Sommer explodiert das Angebot, dann gibt’s bei der freundlichen Marktfrau auch Überschüsse von befreundeten Schrebergärtnern der Region. „Dit is nich bio aber Du kannst gerne vorbeikommen und Dir anschauen wo das herkommt.“, sagt sie dann. Prächtige Weihnachtsenten und Gänse haben ich bei Ihr auch schon erworben. „Die kriegen die Kohlrabiblätter, die ich vom Markt mitbringe.“

 

Wenn in Werder geschlachtet wurde gibt es auch bei ihr Wurst. In Gläsern mit handschriftlichem Etikett gibt es dann u.a. Leberwurst und Blutwurst. Doch die besten Gläser, wie z.B. das eingemachte Eisbein, sind schnell weg und man kann sich nur über einen Listenplatz fürs nächste Mal freuen.

Lieblingsplätze Berlin - Bericht 2 - Der Wochenmarkt auf dem Leopoldsplatz

Aus Brodowin kommt der Käsewagen, an dem man neben dem Hofkäse auch eine ausführliche Beratung zum restlichen Bio-Käse-Angebot vom jungen Käsehändler bekommt. Für die Käse- und Wurstunterlage steht das Märkische Landbrot mit einem Bäckerwagen neben an. Ein kleiner Räucherofen steht auch ab und zu auf dem Markt.Im Gegensatz zu den bekannten Berliner Szenewochenmärkten wirkt dieser Markt wie ein Geheimtipp – persönlich, unprätentiös und mit überraschenden Qualitäten. Ein Jackpot im Wedding – wo es eben mehr gibt als nur Casinos.

 

Wochenmarkt auf dem Leopldsplatz

    • Adresse: Leopoldplatz,  D-13353 Berlin
    • Di und Fr von 10-17 Uhr
    • U-Bahn: U9 (Leopoldsplatz)

Gastbeitrag von Hendrik Haase

2 Gedanken zu „Lieblingsplätze Berlin – Bericht 2 – Der Wochenmarkt auf dem Leopoldplatz“

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